Foto Annette Boutellier

Foto: Annette Boutellier

 

DAS ENDE VON SCHILDA

Bühnen Bern, Regie: Annina Dullin-Witschi, 2022

Eine höhere Idiotie von Ariane von Graffenried und Martin Bieri, Uraufführung

Schilda ist das Elysium der Torheit, die Stadt hinter den sieben Bergen an der Ausfallstrasse Europas. Ein dunkles Abseits zwischen Raststätten, flackernden Billboards und brünstigen Fröschen und Wölfen. Hier verschanzen sich die Schildbürger in ihrem selbstgezimmerten Bunker des Schabernacks. Die Poesie ihres Unfugs ist grenzenlos und demokratisch: Sie versalzen ihren Acker, versenken ihre Glocke im See und bauen ein Rathaus ohne Fenster. In ihrer Welt ist der Sauhirt Präsident. Wissen halten sie für nichts anderes als den gegenwärtigen Stand des Irrtums; und ihr politisches System basiert auf dem reinen Dogma der Unvernunft.

Die um 1600 anonym verfasste Sammlung von Erzählungen, den Schildbürgerstreichen, wird heute oft für eine Kindergeschichte gehalten. In Wahrheit ist sie eine ebenso komische wie tiefgründige Parabel über den ständigen Versuch der Menschen, die richtigen Antworten auf die falschen Fragen zu finden. Ausgehend von einer Idee der Regisseurin Annina Dullin-Witschi schreiben Ariane von Graffenried und Martin Bieri nach Donkey der Schotte und das Pferd, das sich Rosi nannte, für das sie mit dem Literaturpreis des Kantons Bern ausgezeichnet wurden, zum zweiten Mal im Auftrag von Konzert Theater Bern.

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